
Abbildung 6: Der Grabstein Henrich ufm Bemberg & Christina Bonsfeld zu Hattingen
de Weerth, Müttergeschlechter, ...ergänzt:
Im Kirchenbuch der reformierten Gemeinde zu Langenberg heißt es :
"Am 21.Juli 1617 ist Wilhelm Schneltgen und dessen Ehefrau Margarethe ehelicher Sohn Johann Peter getauft worden. Die Zeugen sind gewesen Peter Schneltgen, Johann Bemberg und Richmud Schneltgen."
Wilhelm Schneltgens Vater hieß Gerhard, wohnte schon im Familienhaus "zur Wasserfall" und starb in Langenberg. Über seine Herkunft und seine Frau sind keine Nachrichten bekennt.
Über die Frau von Wilhelm Schneltgen schreibt das Kirchenbuch :
"Den 7. Sept. 1710 ist Margaethe Bemberg. Wilhelm Schneltgens zur Wasserfall Ehefrau durch den zeitlichen Tod abgefordert, nachdem sie in der Welt gelebet 55 Jahre, 7 Wochen, 1 Tag. Im Ehestand 34 Jahre weniger 1 Monat und in demselben gezeuget 8 Kinder, nämlich 7 Söhne und 1 Tochter, von welchen noch 6 Söhne im Leben stehen. Ihr Leichnam ist nach christlichem Gebrauch am 10. Sept. hierselben beigesetzt."
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I) |
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Schneltgen, ... |
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..., ... |
Langenberg |
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OO |
um 1600 |
Langenberg |
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II) |
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Schneltgen, Gerhard, Kaufmann "zur Wasserfall" Langenberg |
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Schneltgen, Diederich, Kaufmann "in der Sonne" Langenberg |
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um 1600 |
Langenberg |
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* |
... |
Langenberg |
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= |
8.1.1679 (alt 69 Jahre) |
Langenberg |
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= |
... |
Langenberg |
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OO |
... |
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OO |
... |
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III) |
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Schneltgen, Wilhelm, Kaufmann "zur Wasserfall" Langenberg |
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Schneltgen, Peter, Kaufmann "in der Sonne" Langenberg |
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* |
31.3.1651 |
Langenberg |
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* |
22.2.1652 |
Langenberg |
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= |
22.3.1725 |
Langenberg |
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= |
3.2.1724 |
Langenberg |
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OO |
13.9.1676 |
Langenberg |
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OO |
28.6.1682 |
Hattingen |
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Bemberg, Margaretha (Tochter von Heinrich Bemberg (HII/1) ∞ Christina Bonsfeld) |
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Mistmann, Christine, ( Tochter von Peter Mistmann ∞ Catharina Bonsfeld) |
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* |
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Großer Bemberg |
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9.7.1663 |
Bonsfeld |
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~ |
19.7.1655 |
Hattingen |
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~ |
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Hattingen |
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= |
7.9.1716 |
Langenberg |
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= |
15.2.1737 |
Langenberg |
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IV) |
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Bemberg, Johann Peter, Kaufmann "zur Wasserfall" Langenberg |
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Schneltgen, Margaretha "aus der Sonne" Langenberg |
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~ |
21.7.1677 |
Langenberg |
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* |
16.11.1690 |
Langenberg |
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= |
13.8.1737 |
Langenberg |
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= |
26.10.1726 |
Langenberg
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OO |
17.2.1713 |
Langenberg |
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Siebel, Johann Abraham, Kaufmann, Ratsherr, Schöffe des StadtgerichtsElberfeld (seit 23.1.1741) |
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Schneltgen, Christine Margaretha "aus der Sonne" Langenberg |
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~ |
15.2.1705 |
Elberfeld |
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* |
16.9.1716 |
Langenberg |
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= |
15.5.1763 |
Langenberg |
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= |
15.2.1787 |
Elberfeld |
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Sohn von Johann Abraham Siebel (1677-1712) ∞ Anne Maria Teschenmacher (1677-1745) |
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OO |
... .2.1734 |
Langenberg |
Abbildung 7: Die Vorfahren von Ida Catharina Steinbach
Lucas Bemberg gehört zu den Mitbegründern der lutherischen Gemeinde in Langenberg. Er benutzte die verwandtschaftlichen Beziehungen zu der wohlhabenden lutherischen Gemeinde in Köln, in der sein Bruder Peter (K III/1) Mitvorsteher der Gemeinde war, um für die neue Gemeinde Mittel zum Aufbau zu erhalten.
Im Protokollbuch der Kölner lutherischen Gemeinde ist vermerkt:
1718, August 18
"Hat die neue anpflanzende evangelisch lutherische Gemeinde in Langenberg durch ein Anschreiben uns beweglich vorgestellt ihre Bedürftigkeit, um ohne Beisteuer mild gebenden Freunde das angelegte neue Pfarrhaus und Schul nicht aufzuführen vermögen. Darauf dann vor zeitlichen Vorstehern beliebet worden, der Gemeinde zu diesem nützlichen Werk beizusteuern Rt. 25."
Über die Geschichte der Lutheraner im Hardenbergischen berichtet Bender33:
Lutheraner gab es hier im 17. Jahrhundert nur wenige. Allmählich ließen sich viele Einwanderer aus Märkischen nieder. Sie hatten weder freie Religionsübung noch Schulen, und kein lutherischer Geistlicher durfte bei ihnen Amtshandlungen verrichten. Sie besuchten deshalb die reformierten Kirchen, in welchen sie sich Sitze erwerben durften, ließen sich von den reformierten Geistlichen copulieren, von denselben ihre Kinder Taufen, ihre Toten auf dem reformierten Kirchhof beerdigen; das h. Abendmahl genossen sie in Velbert oder Hattingen, oder seit sich 1691 in Elberfeld eine lutherische Gemeinde constituiert hatte, auch in Elberfeld. Ihre Kinder schickten sie in die reformierten Schulen; ihre Armen wurden von den reformieren Provisoren unterstützt und verpflegt. So lebten sie mit ihren reformierten Glaubensverwandten einträchtiglich beisammen. Es kamen auch nicht selten Übertritte von Lutheranern zum reformierten Bekenntnis vor. Bei Mischehen wurde die Erziehung der zu erwartenden Kinder in der reformierten Konfession verlangt und versprochen.
Das gute Verhältnis zwischen den beiden evangelischen Konfessionen schwand, als die Lutheraner in Langenberg darangingen, eine eigene Gemeinde zu bilden. Der Gedanke ging wohl von einigen auf der Märkischen Seite, zumal in der Bauernschaft Oberbonsfeld wohnende begüterten Familien aus. Als solche werden genannt Joh. Diederich Neerhoff auf dem ehem. ritterbürtigen Gute Nierenhof, Johann Bemberg Gutsbesitzer zu Bemberg, Johann Mistmann, Schulte zu Bonsfeld, wozu nach Lucas Bemberg zur Misten in Langenberg kam.
Diese können als die eigentlichen Stifter der Gemeinde angesehen werden. Da die Düsseldorfer Regierung deren Gründung auf bergischem Gebiet, also in Langenberg, nicht gestatten wollte, wandte sich Neerhoff an den König von Preußen Friedrich Wilhelm I. um die Ermächtigung zum Bau einer lutherischen Kirche und Schule auf märkischem Boden für die hiesigen Lutheraner, und unterm 8. Febr. 171? Folgte die kgl. Genehmigung, dass
"denen Lutherischen zu Langenberg das Exercitium religionis und Bauung einer Kirche im Märkischen verstattet werde, es hätten aber gedachte Langenbergische so weit auf den märkischen Grund die Kirche zu bauen, damit im nötigen Falle genugsame Häuser daherum angebaut werden könnten".
Zudem erfolgte ein königliches Gnadengeschenk von 300 Thaler. Einen demgemäss gelegenen Platz für Kirche, Pastoret und Schule sowie Kirchhof, und zwar "in der Wiesche" schenkte Joh. Mistmann und Johann Bemberg auf dem Hofe, schoss Geld vor und erwies sich freigebig und dienstfertige gegen die entstehende Gemeinde...."
Das Kirchlein war bescheiden aus Holz und Backsteinen erbaut. Gegenüber lagen Pfarrhaus und Schule unter einem Dach. Dazwischen befand sich der allerdings sehr enge Kirchhof, so dass zur Aushilfe nach alter Sitte auch in der Kirche begraben werden sollte.
Der erste Kirchmeister war Lucas Bemberg, der sich in aller Weise um die junge Gemeinde sehr verdient gemacht hat.
Da verlautete, die Lutherischen verwendeten ihre Almosen ganz oder teilweise zum Unterhalt ihres Pastors, wurden ihre Armen aus den reformierten Armenlisten gestrichen. Und als die Langenberger lutherischen ihre Erbgruften in der reformierten Kirche oder auf dem reformierten Kirchhofe verkaufen wollten, widersetzten sich die Reformierten und erwirkten ein kurfürstliches Edikt, wonach jene auf dieselben verzichten mussten, wenn sie ihre Toten anderswo begraben ließen, in welchem Falle dieselben den Reformierten verfallen sein sollten. Nach diesem Edikt (vom 31. März und 6. April 1717) wurde aber den Hardenberger Lutherischen gestattet, sich zu dieser neuen Gemeinde zu halten und ihre Kinder von deren Prediger, sei es in der Kirche oder in ihren Häusern, taufen zu lassen; zudem werden sie von den Stolgebühren an die reformierten Prediger frei gesprochen. Dagegen wird ihnen bedeutet
"daran zu sein, dass die Römisch-Katholischen in der Grafschaft Mark zu Schwerte, Halver, Unna in den obgemeldeten Stücken das Reciprocum genießen und durch Abforderung jurium stolae darinnen ferner nicht beunruhigt werden möchte, da sonsten zu anderweiter gnädigster Verordnung wir uns gemüssiget befinden würden".
Indes wurde die Stellung der reformierten und lutherischen Gemeinde zueinander immer feindseliger und führte zu vielerlei Reibungen und Prozessen. Als z. B. die Eröffnung der lutherischen Schule 1715 in Aussicht stand, erwirkten die Reformierten zu Hardenberg eine Verordnung, dass keine hardenbergischen Kinder "ins Ausland" zur Schule geschickt werden dürften... Und als 1720 der lutherische "Schulbediente" sich erlaubt, im langenbergischen Kirchspiel die sog. "Courney" (Eier, Fleisch etc.) beizutreiben, wenden sich Prediger und Kirchmeister gegen dieses "attentatum" mit einer Klage an die Obrigkeit. 1721 jedoch tritt eine Besserung in diesen unerfreulichen Zuständen ein. Der neue Pastor Kaspar Anton Cramer vereinbart am 2. Jan. 1721 mit den Kirchmeistern und Ältesten sowie einigen Freunden 21 Artikel, die so viel als möglich zur Beforderung des Friedens, der Liebe und Eintracht dienen und von jedem Gemeinsgliede heilig und unverbrüchlich gehalten werden sollten. Den 4 Stiftern werden aus Dankbarkeit einige Vorzüge eingeräumt, auf welche sie Anspruch machen, da sie zum öfteren erklären, dass sie das Aufkommen der Gemeinde auf alle mögliche Art und weise befördern wollten, falls dieselbe sich gegen sie erkenntlich beweisen würde. Es wurden ihnen einige hervorragende Kirchensitze überwiesen, und so lange die jetzigen und zukünftigen Besitzer der drei Höfe Nierenhof, Bonsfeld und Bemberg der evangelisch-lutherischen Religion zugetan sein würden, sollten dieselben bei der Wahl eines Predigers gleich anderen Gemeindegliedern ihr Votum und ihre Stimme zu geben Recht und Macht haben.
Jedoch mochten sich die Herren Mistmann, Johann und Lucas Bemberg (Neerhoff war gestorben) mit diesen wichtigen Zugeständnissen nicht begnügen; sie beantragten, dass
"sie, in Ansehung ihrer Wohltaten, auch damit die Gemeinde fernerhin ihres Beistandes genießen möchte, wenigstens für ihre Person und so lange sie im Leben sein würden, aus Erkenntlichkeit als beständige Glieder des Presbyteriums consideriret und gleich andern würklichen aus der Gemeine erwählten Prebyterialgliedern bei allen fürfallenden Gemeindeangelegenheiten ihr Votum und Stimme haben und ihren consens geben wollten." Es wurde ihnen aber von Kirchmeistern und Ältesten geantwortet, "dass sie zwar die der Gemeine zu Gottes Ehre erwiesenen Wohltaten mit gebührendem Danke anerkennen, auch dabei hofften, dass solches durch die geschehene Offerten genugsam geschehen, also dass sie damit völlig zufrieden sein könnten; was aber den proponirten und verlangten Punkt anlange, so wollten sie nicht gerne etwas der Gemeinde Präjudicirliches eingehen, und da sie nicht verstünden, was hieraus künftiglich zum Nachteil der Gemeine entstehen möchte, auch wenn dergleichen etwa wider die Kirchenordnung und die Rechte und Freiheiten der Gemeine, darinnen etwas zu tun und einzugehen in ihrer Macht nicht stünde, auch ihre Antecessores de facto und eigenmächtig nicht hätten tun können, so könnten und wollten sie diesen Punkt nicht eingehen".
Johann Bemberg schlug nun vor, diesen Punkt Unparteiischen zur Entscheidung zu überlassen. (Über den Ausgang dieser Sache ist nichts überliefert.)..
Wie indes auch entschieden sein mag, die Familie Bemberg fuhr fort, sich der Gemeinde wohltätig zu bezeigen. Der "Ehrenveste und Vorachtbare" Herr Peter Bemberg zu Köln, Bruder des Lucas, hat der Gemeinde zur Salarierung des Pastors ein Kapital von 100 rthl. Geschenkt, und aus Erkenntlichkeit dafür überließ ihm die Gemeinde in der Kirche erb- und eigentümlich einen Platz, wo er sich auf seine Kosten einen vergitterten Stuhl einrichten durfte.
1736 hat Herr Bemberg zu Bonsfeld, Mistmanns Erbe, 1000 rthl. zur Unterhaltung des Schulmeisters verehrt und 1741 1000 rthl. "zur Ehre des Höchsten und zur Unterhaltung des Gottesdienstes". So schenkt auch der Kauf- und Handelsmann Peter Bemberg 1753 der Gemeinde
"ohne alle Unkosten aus aufrichtigem Herzen eine (neue?) Kanzel". Dem verstorbenen Lucas Bemberg wird 1750 "wegen vieler an der Gemeinde von Anfang derselbigen erzeigter Liebe und Wohltaten"
eine Gruft in der Kirche angewiesen, doch nur für ihn, ohne Folgen für seine Nachkommen, während sonst all, die in der Kirche begraben sein wollen, dafür 10 rthl. zu zahlen haben.
Eine große Freude wurde der Gemeinde am 1. Aug. 1740, als ihr Herr Peter Bemberg in der Planke ein Geschenk des Herrn Röttger Platzmann, Bürgers und Handelsmanns zu Frankfurt/M. und dessen Eheliebste Maria Gertrud geb. Andreae von 2500 Speciesthaler zu 2437 rthl. 30 stbr. courant überreichte, ein Kapital, von dessen Zinsen die Hälfte der Pastor (30 rthl ein Viertel der Schulmeister und das andere Viertel die Armenkasse genießen sollte. Diese Gabe war um so erfreulicher, da Platzmann, ein geborener Langenberger, der reformierten Konfession angehörte, und es eigentlich ein Legat sein sollte, das nun die Eheleute bereits bei ihren Lebzeiten auszahlten.
1757 hatte die Witwe des Heinrich Bemberg, Schulten zu Bonsfeld, den Armen der Gemeinde 300 rthl. vermacht. Die Erben zahlten dieses Kapital in lauter celvischen Groschen aus, die damals entwertet waren und nur 1 ½ stbr. galten, so dass die Armenkasse 75 rthl. daran verlor. Consistorium stellte dies den Erben vor mit der Bitte, dass sie den letzten Willen ihrer Mutter und Schwiegermutter vollkommen erfüllen möchten. Allein die Herren erwiderten, in den königlichen Ländern seinen diese Groschen nicht herabgesetzt, die Gemeinde solle damit zufrieden und dankbar sein.
So weit Bender. Die folgenden Abschnitte schildern Streitigkeiten und Zänkereien zwischen Lutheranern und Reformierten, die für die Familiengeschichte ohne Bedeutung geblieben sind.
Lt. Schwelmer lutherischen Kirchenbuch heiratete am 22.5.1696 Herr Petrus Wuppermann (1667 – 1717), des
"Weylandt ehrenverten Herrn Wennemar Wuppermann's Kaufhändlers in Barmen nachgelassenen Sohn, die viel Ehr und tugendreiche Jungfraw Catharina Bemberg, des Ehrenverten Herrn Henrichen Bemberg, Kaufhändler in dem Kirchspiel Hattingen Tochter".
Catharina Bemberg war, wie in der Chronik der Familie Wuppermann nachzulesen ist, eine sehr energische und umsichtige Frau, die für die Erhaltung des Geschäfts der Wuppermanns viel getan hat, auch dadurch, dass sie nur die Tüchtigsten ihrer Söhne mit dessen Weiterführung betraute. Dafür ist ihr Testament ein Zeugnis. Es befindet sich im Original in Wuppermann'schen Familienbesitz.
Sie bestimmt dort die Weiterführung des Geschäfts, nachdem sie für die einzelnen Familienmitglieder Legate ausgesetzt hatte. 5 Jahre nach dem ersten Testament ergänzt sie es dahin, dass sie einen ihrer Söhne, der bis dahin die Handlung geführt hat, von der Erbschaft ausschließt, da er
"nicht allein sein gantzes patrimonium absorbiret, sondern auch meinen übrigen dreyen Kindern vermögh errichteten inventarii Ein ahnsehentliches schuldigh verblieben, und also denselben ab meiner übriger alleiniger nachlassenschafft gäntzlich zu excludiren von gewissens wegen mich gemüssiget befinde... dass derselb nach meinem dötlichen Hintrit darab nichts zu participieren haben solle..."
Abbildung 12: Auszug aus Testament der Catharina Wuppermann, geborene Bemberg
Die Bembergs kommen durch Heirat in den Besitz des Oberhofs Bonsfeld, mit dem das Hobschultenamt verbunden ist.
Abbildung 13: Bonsfeld Hof (Aquarell, Original verschollen)
1718 heiratete Heinrich Bemberg (H IV/1) die Erbtochter vom Bonsfeldhof, Catharina Gertrud Mistmann (seine Cousine in der 2. Generation). Den angestammten Bemberghof übernimmt der Bruder Johann Arnold (H IV/2). Heinrich übernimmt mit dem bedeutenden Oberhof auch das mit dem Hof verbundene Hobschultenamt.
Abbildung 14: Das Leibzuchthaus zum Bonsfelder Schultenhof (um 1930)
Abbildung 15: Vorfahren Catharina Mistmann

Abbildung 16: Vorfahren Heinrich Bemberg
Obwohl die Bembergs lutherischen Bekenntnisses waren, scheint Heinrich Bemberg die reformierte Gemeinde in Langenberg unterstützt zu haben. Beim Neubau der reformierten Kirche 1725 in Langenberg werden Heinrich Bemberg zu Bonsfeld auf der Empore in der 7. Bankreihe Sitze zur Verfügung gestellt. Und im Kirchenschiff wurden "Heinrich Bemberg aufm Hove" als einem der Mitstifter 4 Sitze in der 9. Reihe reserviert.
Aus der Ehe von Heinrich Bemberg und Catharina Gertrud Mistmann gingen 12 Kinder hervor
Eine zeitgenössische Aufstellung der Paten dieser Kinder lässt die enge Verflechtung der Familien erkennen, die durch mehrere Verwandtschaftsehen miteinander verbunden waren.
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1. |
1719 den 13. Mai |
wurde ein Söhnlein geboren, so nach wenigen Stunden gestorben ist. |
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2. |
1720 den 13. Juni |
ein Töchterlein geboren, genannt Ida Catharina (H V/1) |
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Die Taufzeugen waren Der Schwiegervater Johann Mistmann Der Bruder Johann Arnoldus Bemberg (H IV/2) Die Großmutter Catharina Mistmann Die Mutter Ida Catharina Bemberg (H III/2) (verheiratet an Peter Gottfried Keuchen in Barmen) |
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3. |
1721 den 19. Mai |
ein Söhnchen geboren, genannt Johannes Peter |
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Die Taufzeugen waren Der Vater Johannes Bemberg (H III/2) Der Oheim Peter Bemberg (H III/5) Die Schwägerin Christiane Gertrud Oberfeld |
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1723 den 8. Januar ist dasselbe gestorben |
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4. |
1723 den 31.März |
ein Töchterchen geboren. Genannt Anna Catharina (H V/2). |
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Die Taufzeugen waren Peter Schneltgen in der Sonne, Oheim von Heinrich Bemberg Lucas Bemberg zur Miste, desgleichen (H III/3) Cathrina Bemberg. dessen Schwester (H III/7) Anna Catrina Mistmann, gen. Bemberg, dessen Schwägerin (verheiratet an Johannes Wuppermann in Elberfeld) |
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5. |
1725 den.16.Juni |
ein Töchterchen geboren, genannt Christina Margaretha (H V/3) |
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Über sie steht in die Familienbibel eingetragen: |
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Bonsfeld, 1725, den 16. Juny zwischen zwei und drei Uhr hat uns der Allmächtige Gott mit dem fünften Kinde und zwar einem wohlgestalteten Töchterlein begnadigt, da es dann folgends den 21.ten durch das heilige Sakrament der Taufe mit dem Namen Christina Margaretha in das Buch des Lebens eingeschrieben worden. Jehovs verleihe ihm, daß es zu seiner Heil und Ehr möge aufwachsen und sich seines Taufbundes fleißig erinnern möge. Amen ! |
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Die Taufzeugen sind gewesen Vetter Johann Peter Schneltgen (Schneltgen) mein Bruder Peter (Bemberg in Langenberg), (H IV/3) Frau Nachbarin des Velders genannt Wasserfall (vermutlich eine geborene oder angeheiratete Schneltgen Meine Schwägerin Christina Gertrud Ueberfält (recte Oberfeld) verheiratet in 1. Ehe an Christian Siegmund Landmann, Landrichter in Bochum in 2. Ehe an Peter Johann Schragmüller |
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6. |
1728 den 24. Juni |
ein Töchterchen geboren, genannt Catharina Gertrud |
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Die Taufzeugen waren Wilhelm, Kauffmann auf'm Bruch, Oheim von Heinrich Bemberg Catharina Wuppermann, Muhme von demselben Catharina Gertrud Bemberg, dessen jüngste Schwester (H IV/5) |
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1736 den ersten Sonntag nach Ostern ist dasselbe gestorben |
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7. |
1730 den 17. Juni |
ein Töchterchen geboren, genannt Anne Florentine (H V/4) |
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Die Taufzeugen waren Johann Heinrich Lausberg, Schwager von Heinrich Bemberg Diedrich Wilhelm Überfeld, desgleichen Florentina zur Weyden, dessen Schwägerin (verheiratet an Frantz Heinrich Lohmeyer zu Cleve) |
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8. |
1732 den 2. Oktober |
eine Tochter geboren, genannt Johanna Christina |
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Die Taufzeugen waren Johann Diedrich Nierhoff, Vetter, von Heinrich Bemberg Anne Christina Elbers, dessen Muhme Johanna Magdalena Bemberg zu Köln, dessen Nichte (Frau von Caspar Heinrich Bemberg [K IV/1]) |
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1733 den 6. August ist dasselbe gestorben |
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9. |
1734 den 2. September |
eine Tochter geboren, genannt Johanna Maria Elisabeth Petronella (H V/5) |
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Die Taufzeugen waren Johann Thomas Osthoff Vetter von Heinrich Bemberg Frau Schneltgen zur Wasserfall, geborene Jacoby, dessen Nichte Jungfrau Anne Maria Lausberg, desgleichen (verheiratet an Johannes Keuchen, in Barmen, Bruder von Peter Gottfried Keuchen) |
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10. |
1737 den 11. September |
eine Tochter geboren, genannt Johanna Catharina (H V/6) |
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Die Taufzeugen waren Johann Mistmann, Schwiegervater von Heinrich Bemberg Mathias Wuppermann, dessen Schwager Ida Catharina Steinbach, dessen Mutter (verheiratet an Christian Bertram Märker in Hattingen) |
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11. |
1742 den 3. Mai |
ein Sohn geboren, genannt Heinrich Peter (H V/7) |
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Die Taufzeugen waren Peter Schneltgen, Vetter von Heinrich Bemberg Heinrich Metzenhaus, dessen Oheim Jungfrau Ida Christina Bemberg, dessen Nichte (H V/8) |
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12. |
1744 den 3. Mai |
eine Tochter geboren, genannt Anna Gertrud |
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Die Taufzeugen waren Frau Pastorin Diekmanns Jungfrau Schneltgen in der Sonne, Nichte von Heinrich Bemberg Caspar Heinrich Bemberg, dessen Vetter (K IV/1) |
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Dasselbe ist nach sechswöchigem Alter gestorben |
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Es hat sich leider über die Anna Florentine Vogelskott gen. "zur Wyden" nichts weiter ermitteln lassen. Vermutlich stammte sie aus Dortmund, denn im Kirchenbuch Langenberg findet. sich nur 1 mal der Name Vogelspott und zwar:
21.1.1731 - Mathias Nikolaus Vogelpott welcher aus Dortmund hier (in Langenberg) seine Schwester besucht hat, starb, alt,39 J. Mon.,6 Tage
Der Name Vogelpott (Vogelpoth) kommt in Dortmund sehr häufig vor.
ein Sohn (* und = 13.5.1719 Bonsfeld)
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Abbildung 17: Anna Florentine Bemberg |
Abbildung 18: Anna Florentine Lohmeyer, geb. Bemberg |
Abbildung 19: Franz Heinrich Lohmeyer
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Abbildung 22: Johannes Keuchen |
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Abbildung 23: Maria Elisabeth Johanna Bemberg |

Abbildung 24: Vorfahren Johannes Keuchen