Abbildung 37: Köln um 1830


Über die

wirtschaftliche und religiöse Entwicklung des Protestantismus in Köln im 17.und 18. Jahrhunderte

berichtet Schwering:  

Protestantische Ideen traten in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts zeitweise auf, ihre Anhänger hatten mit unbedingter Ausweisung aus der Freien Reichstadt Köln zu rechnen.

Ab 1580 ist eine gewisse Toleranz zu beobachten; die Anhänger der neuen Lehre wurden geduldet, falls sie ihre bürgerlichen Pflichten erfüllten. Allerdings - wem die Teilnahme an evangelisch Predigten oder Kultushandlungen nachgewiesen werden konnte, musste mit hohen Geldstrafen, bei Nichtvermögen mit Ausweisung rechnen.

Auf Betreiben des Kurfürsten von Brandenburg nahm nach dem Westfälischen Frieden der Rat eine gemäßigte Haltung ein, gestattete die Teilnehme an den Gottesdiensten in Mülheim/Rhein duldete auch, dass in der Wohnung des Brandenburgischen Gesandten protestantische Gottesdienste gehalten werden durfte.

Seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts waren die Protestanten überhaupt keine missliebigen Gäste mehr, denn der Rat hatte in weiser Voraussicht dafür gesorgt, dass nur sehr wohlhabende Evangelische nach Köln kamen. Allerdings mussten diese eingesessenen Religionsverwandten ab 1674 ein Schutz- und Schirmgeld entrichten.

Von der Teilnahme an kommunalen Angelegenheiten blieben sie jedoch nach wie vor ausgeschlossen, obwohl sie Steuern wie jeder andere Vollbürger zahlen mussten.

Kleinhandel durften sie nicht treiben, der Großhandel stand ihnen offen. Das kam den protestantischen Gemeinden zugute, denn nur reiche Leute konnten sich niederlassen.

Vom freiem Gemeindeleben konnte allerdings keine Rede sein, deshalb ist weiterhin am geheimen Gottesdienst festgehalten worden. Von 1689 - 1697 und von 1700 - 1715 trat vorübergehend eine Milderung der strengen Bestimmungen ein, insofern, als der Rat es den Protestanten auf Wunsch des Kurfürsten von Brandenburg erlaubte, an den für die protestantischen Soldaten abgehaltenen Gottesdiensten teilzunehmen.

Der Rat respektierte die Gemeinde als zu Recht bestehend, die Existenz der geheimen Gottesdienste war ihm bekannt. So lange sie geheim blieben, rührte er nicht daran, um das Misstrauen der Bürgerschaft nicht zu wecken. 1665 wurden die Protestanten besonders wirtschaftlich bedrängt, ihnen wurden, vor allem im Weinhandel, Zusatzsteuern und -zölle auferlegt, es wurden ihnen auch Verkäufe an Nicht-Katholiken untersagt. Ursache für diese Maßnahmen war der Neid, da der Umfang der Geschäfte der Protestanten wesentlich größer als der der Katholiken war.

Die protestantischen und reichen Großkaufleute waren als gute Steuerzahler gern gesehen, ihnen wurde das Pendeln leicht gemacht, so daß sie trotz der Ablehnung durch die Katholiken die günstige Lage der Stadt am Rhein ausnutzen konnten, was sogar einige veranlasste, aus protestantischen Ländern nach Köln zu ziehen.

Kritisch wurde allerdings die Stimmung weiter Kreise der katholischen Bürgerschaft, als ihre Geschäfte infolge des spanischen Erbfolgekrieges zurückgingen. Sie sahen missgünstig auf den Reichtum der protestantischen Kaufleute und drängten auf durchgreifende Maßnahmen. 1711 war es so weit. Der Rat gab ein Edikt heraus, bei dessen strikter Durchführung den Protestanten der Handel fast unmöglich gemacht worden wäre. Diese Bestimmungen hatte der Rat nur widerwillig erlassen, die Durchführung zögerte er immer wieder hinaus. Die katholischen Kaufleute, denen an der Beseitigung der gefährlichen Konkurrenz lag, drängten den Rat so lange, bis er 1714 das Edikt zur Beschlussfassung vorlegte. Damit wurde den Protestanten die Grundlage für die meisten ihrer Geschäfte entzogen, sie hatten sich z.B. "aller commissionen und speditionen fremder Waren" - ein großes Arbeitsfeld - "hinfüro zu enthalten".

Die Reaktion der Protestanten: ein Teil beschließt die Auswanderung, die anderen drängen auf Ausharren, um auf gesetzlichem Wege das alte Gewohnheitsrecht wieder zu erlangen. Sie wandten sich auch an das Reichskammergericht nach Wetzlar; bevor es dort zur Verhandlung kam, lenkte der Rat der Stadt ein, da der kölnische Handel durch den Auszug der Protesten und die Schädigung der verbleibenden Kaufleute eine Einnahmeausfall von 50.000 fl/Jahr erlitten hatte.

Dabei musste er allerdings auf die Stimmung der Bürgerschaft Rücksicht nehmen, die vor der Zerstörung eines evangelischen Pfarrhauses und einer dazu gehörenden Kirche (in Frechen bei Köln) nicht zurückgeschreckt hatte.

Infolgedessen schwenkte die Haltung des Rats in den folgenden Jahrzehnten zwischen Dulding und harten Maßnahmen, eine Situation. die nur durch standige Wachsamkeit der protestantischen Kaufleute und durch Anpassung an die augenblicklich gegebene Situation zu meistern war.

 

 

Abbildung 38: Wappen der Familie Bemberg - Kölner Linie

(Einige Mitglieder der Familie haben hiervon abweichende Wappen geführt)


K III/1 Bemberg, Peter (= H III/5) - Begründer der Kölner Linie

Um 1700 wagt Peter Bemberg den Sprung aus dem evangelisch lutherischen Hattingen noch dem katholischen Köln. Vermutlich haben ihn alte Geschäftsbeziehungen dazu bewogen, seinen Leinenhandel nach Köln zu verlegen, obwohl es Protestanten verwehrt war, Mitglied einer Innung zu werden. Das führte dazu, dass die in Köln sich ansiedelnden protestantischen Kaufleute nur im Großhandel tätig sein konnten, da dieser dem Innungszwang nicht unterlag. Infolgedessen waren die Protestanten zwar der Zahl nach wenige, nach ihrer Finanzkraft aber stellten sie einen wichtigen Faktor im Wirtschaftsleben der Stadt dar.

Peter Bemberg kam nicht mit leeren Händen. Gestützt auf die wohlhabende Verwandtschaft in Hattingen und Langenberg gründete er den Leinengroßhandel in welchem er die Produkte aus seiner bergischen Heimat vertrieb.

Obwohl von ihm kaum direkte Angaben vorhanden sind, so kann doch über ihn aus den Protokollen der lutherischen Gemeinde in Köln einiges ausgesagt werden. Er scheint von großer, nie ermüdender Tatkraft gewesen zu sein und eine starke Persönlichkeitsausstrahlung besessen zu haben, denn er wird schon kurz nach seinem Zuzug mit führenden Aufgaben in der kleinen lutherischen Gemeinde in Köln betraut, deren Protokollbuch über die Sitzungen des Gemeinderats (von 1661 - 1765) die inneren Verflechtungen einer kleinen, in der Diaspora lebenden Gemeinde widerspiegelt, in der Jeder Jeden kennt.

Wer sich die Zeit nimmt, diese Eintragungen über die Gemeindesitzungen durchzulesen, wird feststellen, dass sich zwar die Zeiten ändern, aber nicht die Menschen.

Löhr berichtet:

Die vielfach geäußerte Ansicht, die rheinischen Lutheraner wären nur ein unbedeutendes Anhängsel der Reformierten gewesen, ist schon im Blick auf die Seelenzahl beider Konfessionen im niederrheinischen Raum falsch orientiert.

Neben den drei heimlichen reformierten Gemeinden in Köln gab es eine solche lutherischen Bekenntnisses.

Die Lutherischen, auch "Martinisten" genannt, durften sich als "Augsburgische Konfessions Verwandte" reichsgesetzlicher Anerkennung erfreuen, was den Reformierten nicht vergönnt war. Unterschied sie solches grundsätzlich von allen anderen Evangelischen, so brachte es ihnen von seitens des Magistrats der Stadt Köln kaum Vorteile ein. Jedoch wer die lutherische Gemeinde stets darauf bedacht, ihre Eigenart wie auch die vermeintliche Sonderstellung und Abgrenzung zu den Reformierten zu bezeugen.

Ihre einzige Gemeinsamkeit wer von etwa 1580 an die Benutzung des reformierten Friedhofs im Weyerthal. Das gemeinsame Schicksal als heimliche Gemeinde "allhier, unter dem Kreuz befindlich" hat eine Union der Evangelischen in Köln nicht zustande gebracht.  

Löhr fährt fort:

"Die lutherische Gemeinde in Cöln, 1579 etwa 200 Personen zählend, 1690 nur 10 Personen stark, hat erst bei der Einführung der Union in Cöln am 30. April 1826 ihr Eigendasein aufgegeben ...

Mit der Entstehung einer lutherischen Gemeinde zu Mülheim/Rhein seit 1609 ergaben sich Verbindungen, die nach 1650 immer stärker wurden. Die Kölner Lutheraner trugen zur Mülheimer Predigerbesoldung bei und waren auch bei der Wahl des Predigers beteiligt, wogegen sie seelsorgerisch betreut wurden ...."

Die regelmäßigen Messebesuche in Frankfurt/Main brachten vielfache persönliche Verbindungen zum dortigen lutherischen Konsistorium mit sich. Aus Beratung und Austausch wurde um 1680 - zur Zeit Speners - fast geistige und geistliche Abhängigkeit.

Wie die Kölner Reformierten zuerst nach Holland ausgerichtet waren und dann in der Jülich'schen Synode ihren Halt hatten, so hielten sich die Lutheraner in der Stadt Köln an Brandenburg und gehörten der lutherisch-brandenburgischen Synode an.

Köln und Mülheim/Rhein existierten lange Zeit in einer Polarisierung , die auf einer handfesten wirtschaftlichen Rivalität beruhte. Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm wollte nach 1610 Mülheim durch Erweiterung und durch Ansiedlung von Gewerbetreibenden aller Konfessionen eine neue Entwicklung ermöglichen. Bei der Stadterweiterung waren auch protestantische Kirchen geplant. Cöln wandte sich gegen diesen Plan und erreichte sein Ziel ...

Die konfessionellen Minderheiten beider Städte waren aufeinander angewiesenen, insbesondere die lutherische Gemeinde Cölns wegen ihrer geringen Seelenzahl ...

Die Kölner Gemeinde wer aber, obwohl sie die kleinere war, die finanzkräftigere. Ihre Vorsteher, auf Grund ihres Berufs als Großkaufleute kaufmännisch geschult und mit Verträgen wohl vertraut, ließen sich ihre Rechte und die Aufgaben der Pfarrer und Lehrer in einem Vertrag von 1716 bestätigen, auf dessen Einhaltung sie bei den manchmal versuchten Übergriffen der Mülheimer energisch achteten, sogar dann und wann, wenn es nötig zu sein schien, mit der Androhung, ihre Finanzhilfe einzustellen wenn keine Übereinkunft erzielt werden könne.  

Das Leben in der lutherischen Gemeinde von Köln und die Stellung der Bembergs in ihr werden in den Auszügen aus den Protokollen der lutherischen Gemeinde von Köln, die diese Gemeinde geführt hat, anschaulich deutlich.

Kinder von Peter Bemberg (K III/1 = H III/5) oo Catharina Sophia Elbers

K IV/1 Bemberg, Caspar Heinrich


Abbildung 39: Wappen des Caspar Heinrich Bemberg

(wird später auch von anderen Familienmitgliedern benutzt)

 


Caspar Heinrich Bemberg war in Köln im Leinengroßhandel seines Vaters tätig. Um 1730 wohnte er auch in Aachen, der Heimat seiner Frau. Hier betreibt er auf eigene Rechnung einen Leinenhandel. Aus dem Grunde erwarb er in Aachen das sogenannte "Beiwohnrecht",, das ihm mit dem Hinweis bewilligt wurde, dass seine Frau aus Aachen stamme. Etwa 1738 gab er den Aachener Geschäftszweig auf und siedelte ganz nach Köln über, da sein Vater kränklich wurde und im Leinengroßhandel Hilfe brauchte.

Aus dem Erbe seiner Frau, der geborenen Eichholtz, erbte er um 1750 zwei der drei "Mühlen" (vermutlich Kupfermühlen, worunter Werkstätten zur Verarbeitung von Messing zu verstehen sind), die Johann Wilhelm Eichholtz "am Pompenhäuschen" besessen hatte. Die zwei Mühlen hat er vermutlich verpachtet.

Miterbe war sein Schwager Peter Wuppermann, Kupfermeister in Stolberg. Bemberg verkaufte seine Mühlen im Jahre 1778, während die dritte Mühle sich noch um 1800 im Besitz der Witwe Wuppermann und ihrer Kinder befand.

1762 trat er zusammen mit seinem Bruder Friedrich Wilhelm Bemberg (K IV/5) die Nachfolge seines Vaters in der Leitung der lutherischen Gemeinde in Köln an.

In den Ratsprotokollen der Stadt Köln findet sich u.a. folgende Eintragung:

4. September 1743  

Auff unthertänige Anzeig Caspar Heinrich Bemberg, daß seine im Leinen Kauffhauß stehende Leine-Tücher wegen deren im schlechten Stand seyenden Wasserrinnen beschädigt und dieser schade ad funffzehn Reichs Thaler taxiert seyn solle, wird zeitlichen /tit/ Herren Praesidenten nach guthbefinden zu statuieren commisio ertheilt.  

Am 22. September 1779 feiern Caspar Heinrich Bemberg und Frau Johanna Magdalena Bemberg, geborene Eichholtz ihre Goldene Hochzeit.

Aus diesem Anlass widmen ihnen ihre Kinder ein Gedenkblatt ...

  Abbildung 40: Gedenkblatt anlässlich der Goldenen Hochzeit C.H. Bemberg

 und Frau J.M. Bemberg, geborene Eichholtz

und ein Freund der Familie, der Pfarrer Friedrich Wilhelm Geissenheiner aus Rattingen widmet dem Jubelpaar "Das güldene Denkmal einer gesegneten Vermählung ..."

  Abbildung 41: Das güldene Denkmal einer gesegneten Vermählung

 

Als Johanna Magdalena Bemberg, geborene Eichholtz am 24.12.1786 stirbt, widmet dem "Verehrungswürdigen Herren Caspar Heinrich Bemberg" der der Familie seit Jahrzehnten verbundene Schullehrer Johann Wilhelm Ising ein Trostgedicht.

Abbildung 42: Trostgedicht zum Tode Johanna Magdalena Bemberg, geborene Eichholtz


Exkurs: Johann Wilhelm Eichholtz aus Düsseldorf


K IV/2 Bemberg, Maria Catharina  

Anton Noél erwarb am 14.5.1756 in Aachen das Recht, eine Zweitwohnung zu erwerben (Beiwohnung genannt siehe Fußnote).  Die Eintragung im Bürgerbuch Aachen:

"In Cöln ansässig, aber auch seit 30 Jahren vielfach in Aachen tätig; Mietwohnung bei van Meeren (auf dem Markt), lutherischer Konfession"  

Daniel Noél siedelte 1714 nach Mülheim/Rhein über, um den Bedrückungen durch den katholischen Kölner Rat zu entgehen, die seine Geschäftstätigkeit fast unmöglich machten.

Ein Noél war bereits 1700 Mitglied der "heimlichen lutherischen Kirche von Cöln", während längerer Zeit auch Kirchenältester.

Ein Sohn von Anton Noél: Christoph Daniel Noél, der wie sein Vater in Köln geblieben war, war von 1739 - 1764 Schriftführer des Protokollbuches der lutherischen Gemeinde Köln. Er war Kaufmann en gros wie sein Vater und erwarb 1768 das Zweitwohnrecht in Aachen:

Kaufmann en gros, Beiwohnung 21. Oktober 1768, lutherisch, hielt sich bereits öfter in Aachen auf, nachdem sein Vater dort das Beiwohnrecht erworben hatte."  

K IV/3 Bemberg, Anna Elisabeth  

K IV/4 Bemberg, Johann Daniel

K IV/5 Bemberg, Friedrich Wilhelm


  Abbildung 48: Wappen von Friedrich Wilhelm Bemberg

(vom Grabstein auf dem reformierten Friedhof Weyerthal


Abbildung 49: Friedrich Wilhelm Bemberg (K IV/5)


Abbildung 50: Anna Maria Bemberg, geborene Eichholtz

 

Abbildung 51: Margarethe Elisabeth Bemberg, geborene Cramer


Abbildung 52: Grabplatte von Friedrich Wilhelm Bemberg und seinen beiden Frauen  auf dem reformierten Friedhof zu Köln-Weyerthal (Aufnahme von 1909)


Friedrich Wilhelm Bemberg war zunächst in der Leinengroßhandlung seines Vaters tätig, die aber nach dem Tode von Peter Bemberg (K III/1) von dem älteren Bruder Caspar Heinrich Bemberg (K IV/1) übernommen wurde.

Da die Protestanten in Köln keine zunftmäßigen Berufe ausüben durften, wozu auch der Kleinhandel gehörte, waren sie auf den Großhandel, das Speditions- oder das Wechselgeschäft angewiesen, die gute Gewinne abwarfen, wozu aber größere Kapitalien benötigt wurden.

Friedrich Wilhelm Bemberg gründete deshalb in Köln eine Großhandlung "in allen Gattungen von Manufakturwaren, Mouselinen etc." (lt. Kölner Adressbuch von 1797). Dazu liehen ihm die Langenberger Verwandten 20.000 Goldgulden.

Den letzten Rest dieser Schuld zahlte sein Sohn Caspar Heinrich Bemberg Junior (K V/6) im Jahre 1790 zurück, "da der Vater alt sei und sich vom Geschäft zurückziehen wolle". Er teilte seinen "Liebwerten Herrn Vettern" mit, dass er in einem Päckchen an das Haus Stein und Sommer in Elberfeld 378 Goldgulden übersandt habe.

Einen kleinen Einblick in den Geschäftsumfang der Bembergschen Handlung gibt die folgende Eintragung im Ratsprotokoll Cöln vom 4.3.1788:

Friedrich Wilhelm Bemberg

betr. Wassereinbruch in seinem Hause:

im Laden gelegene Ware, welche in der Täglichen Stube und Comtoir zur Trocknung um den Ofen herum theils gestellt und theils aufgehängt gewesen war.

15

Stück

Etamin

21

Stück

gelb gestreifte Soesjes oder Nesseln

28

Stück

klarer Bielefelder Lein

4

 

aufgedruckte Cajant

11

Stück

französische Baums(?)tücher

9

Stück

Barchet

5

Stück

gestreifte Flanellen

77

 

theils stark beschädigt theils durch Wasser und trüben Wasser beschädigt

 

Das Geschäft befand sich (auch im 19. Jahrhundert noch), in einem Grundstück "auf der Brücken" das Friedrich Wilhelm Bemberg erwarb. Da aber den Protestanten in Köln der Erwerb von Grund und Boden untersagt war, erwarben sie die von ihnen gewünschten Grundstücke mit Hilfe katholischer Mittelsmänner, die als Eigentümer in das Schreinsbuch (Grundbuch) eingetragen wurden. Mit stillschweigendem Einverständnis des Rats wurden die Rechte des wahren Eigentümers durch Zusatzverträge - in Form von Hypothekeneintragung auf das Grundstück, durch Sonderabmachungen, Erbverträge usw. - gesichert. Manchmal überstieg der Wert der eingetragenen Hypothek sogar den wahren Wert des Grundstücks. Hierdurch aber wurde es dem (Schein-)Eigentümer unmöglich gemacht, das Grundstück ohne Zustimmung des wahren Eigentümers zu verkaufen. Als im Jahr 1798 die Beschränkungen fortfallen und die wahren Eigentümer eingetragen werden können, hat Friedrich Wilhelm Bemberg folgende Grundstücke in Besitz:

Den Bornheimer Hof "auf der Brucken" gelegen, wofür er 8.000 Speciesthaler bezahlt hat

Das Haus Mainz "auf der Brucken" gelegen

Das Haus zu den Lilien "auf der Brucken" gelegen

Ein Haus "auf'm Pool" (Perlenpfuhl)

Ein kleines Haus, das den auf'm Pool gelegenen Stallungen eingebaut worden ist Haus "zum Dorn"  

Aber noch war es nicht so weit. Die Protestanten, sowohl die Lutherischen als auch die verschiedenen Reformierten, von denen aus den Niederlanden zahlreiche zugewandert waren, mussten sich mit den gegebenen Verhältnissen abfinden. Des öfteren versuchten sie , vor allem gegen die Ende des 18. Jahrhunderts, aber noch vor der Französischen Revolution, eine Änderung der Haltung des Rats zu erreichen. Vergeblich, der Rat musste Rücksicht auf die Stimmung in der Bevölkerung und auf die Haltung das katholischen Klerus nehmen.

Die lutherische Gemeinde unter Führung von K.F. Peletier und den Brüdern Friedrich Wilhelm und Caspar Heinrich Bemberg sowie die verschiedenen reformierten Gemeinden unter der Führung von J.D. Herstatt richteten im Jahre 1785 erneut eine Eingabe an den Rat, um die Lage der Protestanten zu verbessern.

In der Sitzung der bürgerlichen Deputatschaft "referierten Herr Hardy und Herr Huthmann, daß die Herren Protestanten zu behuf der Bürgerschaft 20 000 Gulden à 40 Stüber herzugeben sich erboten hätten, wenn die, Bürgerschaft ihnen folgende Freiheiten einräumte, nämlich

  1. freie Religionsausübung, ein Bethaus zu errichten, Prediger und Schullehrer zu haben, sacra zu administrieren u. dgl.

  2. völlige Freiheit im Handel und Wandel so wie, solche die Katholiken dermalen genießen, auch die Spedition ihrer eigenen Güter und Handel en gros in allem, was dermaln in der Stadt öffentlich zu verkaufen jedem Katholiken erlaubt ist,

  3. uneingeschränkte Freiheit zur Errichtung von Fabriken und Manufakturen in Wolle, Leinen und Baumwolle; Seide Floret gold - und silberne echte und unechte Borden u. dgl. jedoch nur in den Artikeln, die dermalen von außen in die Stadt hereinzubringen und in der Stadt öffentlich zu verkaufen erlaubt sind,

  4. das Eigentumsrecht zu Ankaufung und Erbauung von Wolenfabriken, Pack- und sonstigen Häusern, Garten, Grundstücken u. dgl.  

 

Der Antrag wurde vertagt, es wurde über ihn debattiert ohne daß eine Einigung und ohne daß eine zusage erreicht wurde.

Am 15. Aug. 1785 bat der zur lutherischen Gemeinde zählende Friedrich Wilhelm Bemberg den Rat um die Aufhebung des Verbote der Anschreinung Häusern an Protestanten. Der Rat antwortete zunächst nicht; auf eine wiederholte Bitte vom 29. März 1786 erwiderte er, die Sache "sei zur Zeit noch in dem Gleis nicht , daß es sich so platterdings billigen lasse, zur Zeit habe das Gesuch wegen dermalen noch vorwaltenden Hindernissen keine Aussicht auf Erfolg"

Die Schulfrage und die Errichtung eines Bethauses wurde 1787 gemeinsam von den "lutherischen und reformierten Religionsverwandten" erneut aufgegriffen. In einem ausführlichen Antrag fügen 70 Mitglieder dieser Gemeinden - fast sämtliche Familien waren vertreten - unter Führung von Casper Heinrich Bemberg, Friedrich Carl Peletier und Johann David Herstatt "besonders in Betracht des Schulwesens die für das hiesige Aerarium gewiss nicht gleichgültige Bemerkung bei, daß wir in unserer dermaligen Lage an Auswärtige für den Religionsunterricht unserer Jugend, gering angeschlagen jährlich bei 5.000 RThlr. zahlen müssen. Diese Summe, die also bisher aus der Cirkulation gekommen, würde in Zukunft hier in der Stadt verzehrt werden, unsere Jugend würde hier bleiben. würde noch fremde Personen nach sich ziehen und dadurch dem Aererio en Accis und anderen Gefällen von sehr bedeutendem Erfolg werden und den hiesigen Handwerkern Vorteile bringen."  


Exkurs: Der Kölner Toleranzkonflikt

Exkurs: Köln am Ende des 18. Jahrhunderts und der Übergang ins 19. Jahrhundert


 

Die Entwicklung der Fa. Friedrich Wilhelm Bemberg & Co.

Die Entwicklung der Manufakturen wer im 18. Jahrhundert durch die einengenden Bestimmungen der Zünfte, die um die Arbeitsplätze bangten, gehemmt worden, da sie des Glaubens waren, dass es möglich sei, durch Beharren auf dem erreichten technischen Stand die Arbeitsplätze und zugleich den Absatz sichern zu können. Dadurch fehlte die innere Bereitschaft zum Fortschritt und das wache Interesse an der technischen Entwicklung. Als mit Beginn der Franzosenzeit nun die äußeren Hemmungen und zugleich die Zunftschranken fortfielen, war ein großer Teil der Gewerbetreibenden auf diese neue Entwicklung nicht vorbereitet. Es fehlte auch an der finanziellen Grundlage, um Großbetriebe, die durch die Verlegung der Zollgrenze rentabel werden könnten, neu aufzubauen. Nur einige Familien, unter ihnen die Familie Bemberg, nutzten die Gunst der Stunde.

Friedr. Wilh. Bemberg & Co. hatten sich auf den Großhandel mit Musseline, Baumwollwaren aller Art, Leinen, wollenen Stoffen und Manufakturwaren aller Art spezialisiert. Dabei spielte die Einfuhr englischer Waren und Leinen aus dem Bergischen eine ausschlaggebende Rolle.

Durch die von den Franzosen in ihrem Kampf gegen England verhängte Kontinentalsperre wurde die Firma von dem größten Teil ihrer Bezugsquellen abgeschnitten. Die französische Verwaltung ging in ihrem Kampf gegen englische Waren so weit, daß sie diese, wenn sie sie aufspürten beschlagnahmen und öffentlich verbrennen ließ. Diese Waren, die z.T. durch umfangreichen Schmuggel über rechtsrheinisches Gebiet nach Köln gelangten, machten den Hauptwarenbestand auch bei Bemberg u. Co. aus, die hierdurch erhebliche Verluste erlitten.

Als Ausgleich bot sich die Möglichkeit, in die Fertigung der neu in Mode kommenden Baumwollstoffe einzusteigen. deren Absatz euch innerhalb des französischen Zollgebiets günstige Verdienstchancen bot. Voraussetzung dafür war eine günstige Preisgestaltung. Der Preis, der für den Grund und Boden neu zu errichtender Betriebe gezahlt werden musste, war - infolge der fehlenden Ausdehnungsmöglichkeiten der von Mauern umschlossenen Stadt - ein wesentlicher Teil der Produktionskosten. Da boten sich die billig zu erwerbenden säkularisierten Kirchengüter als günstige Möglichkeit an. Die Firma Fr. W. Bemberg & Co. erwarb das Gelände des ehemaligen Kapuzinerkloster in der Macchabäerstraße 28, um dort eine Baumwollspinnerei und -weberei neu aufzubauen.

Als Eigentümer von Bemberg & Co. werden im Gewerberegister von 1810 genannt:

Bemberg

Peter der Ältere

Köln

Chef

oo

68 Jahre

6 Kinder

Bemberg

Friedrich Wilhelm

Köln

Teilhaber

oo

32 Jahre

3 Kinder

Bemberg

Peter der Jüngere

Köln

Teilhaber

ledig

29 Jahre

Keine Kinder

Bemberg

Georg

Köln

Teilhaber

ledig

27 Jahre

Keine Kinder

Kapital: 600. 000 Frs

Die Firma fertigt: Baumwollgarn, Baumwoll- und Leinengewebe innerhalb Köln

Im Gegensatz zu den meisten anderen Textilien verarbeitenden Betrieben, die trotz Vergrößerung Ihrer Produktion an den alten Fertigungsmethoden festhielten, richteten Bemberg & Co. als erste eine mechanisch betriebene Fabrik auf diesem Gelände ein.

Am 10. Juli 1810 ersuchten sie den maíre (Bürgermeister) eine "Filature et Tissage de Coton" (Baumwollspinnerei und -weberei) einrichten zu dürfen, die maschinell angetrieben werden sollte. 1811 erhielten sie vom Präfekten in Aachen, der der Stadt Köln vorgesetzt war, die Erlaubnis, eine "pompe à feu pour activer la filature de coton" aufstellen zu dürfen, mit der Begründung (übersetzt aus dem Französischen, das zu der Zeit die Amtssprache war):

"Aus den Erkundigungen ist ersichtlich, dass die Errichtung einer Dampfmaschine in der Fabrik der Herren Bemberg & Co. und daß sie, keinem Eigentümer Schaden zufügen kann und was die Gesundheit anbetrifft, kein Hindernis bedeutet. Es entspricht daher der Gerechtigkeit, die Entwicklung der Industrie zu begünstigen, wenn sie niemand schaden kann."  

Über die technische Einrichtung des Betriebes gibt das Gewerberegister Auskunft:

Von den 21 "mul- jennys (Spinnmaschinen), die in der Stadt Köln gezählt wurden, standen 20 bei Bemberg & Co.

Zum Vergleich: In den 7 Kölner Betrieben der Baumwollverarbeitung befanden, sich:

92 Handmaschinen, davon bei Bemberg & Co. 4

21 mechanische Spinnmaschinen, davon bei Bemberg & Co. 20

(1 Spinnmaschine spinnt so viel wie 3 Handmaschinen, und dabei feiner. Sie benötigt 2 Arbeitskräfte)

In den 7 Betrieben sind 480 Arbeiter beschäftigt, davon bei Bemberg & Co. 80 Arbeiter.

 

Die einzelnen Phasen des Aufbaues :  

1810 Einrichtung der Spinnerei und Weberei

1811 Genehmigung des Präfekten zur Aufstellung einer "Pompe à feu pour activer la filature de coton"

1812 20 "mul-jennys", außerdem noch Wasserstühle und Handmaschinen

1814 9 Kratz-, 7 Vorspinn-, 20 Feinspinnmaschinen in Betrieb, die durch die Dampfmaschine bewegt werden.

(Kosten des maschinellen Antriebs 250 bis 300 Frs/Woche)

1816/17 Die Baumwollspinnerei und -weberei wird nach Aufhebung der Kontinentalsperre infolge des starken Drucks der englischen Konkurrenz unrentabel und daher stillgelegt. Die Fa. Bemberg & Co. wird aufgelöst, die Teilhaber arbeiten auf eigene Rechnung, meist im Detailgeschäft, da die großen finanziellen Verluste der vergangenen Jahrzehnte die Mittel fast erschöpft haben.

Kinder von Caspar Heinrich Bemberg (K IV/1) oo Johanna Magdalena Eichholtz

K V/1 Bemberg, Johann Peter Wilhelm  

In einem Stammbuch des Friedrich Wilhelm Michels, O 1773, vermutlich eines Neffen von Catharina Michels, finden sich verschiedene Gedenkblätter aus der Bembergschen Verwandtschaft.

 

Denkschrift von Johann Peter Wilhelm Bemberg

"Zur Lage der Wirtschaft in Köln, 1798" (handschriftlich von ihm selbst verfasst)

Die Handlung der Stadt Cölln kann füglich in Claßen verteilt werden.

1. Zur ersten Claße gehören unstreitig die Weinhandlung, als welche die Inländische Weine in benachbarte und entfernte Länder nach Osten, West und Norden führen.

2. In die zwote Claße könnte man bringen den wichtigen Handel mit anderen Inländischen Erzeugnißen, als Frucht, Brandwein, Öhl, Kupfer, Bley und Eisen, Flachs und Wolle etc.

3. Darauf folgt 3 tens der weitläuftige Transit Handel mit Ausländischen Produkten aus Ost und West, Indien, Frankreich, Braband, Holland und dem Norden, welche der Rhein, Mosell, und Maas zuführen, und womit wir die benachbarten Ländern versehen, sie bestehen hauptsächlich in Saltz, Ochsenhäuten, Specerey, Farbstoffen, Minneralien, gesaltzen Fische, Baumwolle, Cottana, Seide, Taffet etc.

4. minderbeträchtlich ist der darauf folgende Transithandel, mit Ausländischen Manufakturen. Dann weil diese die Landfracht ertragen können, und die jenseits des Rheins in großen Mengen wohnenden Kaufleute garkeine Abgaben haben, so sind sie im Stande immer noch wohlfeilere Preise als Wir zu geben.

5. Am wenigsten erheblich ist wohl der Handel mit Städtischen Manufakturen und Fabrikaten, da derselben noch zur Zeit so wenige existieren.

6. Hierzu kommen noch das Expeditionsgeschäft fremder durchgehender Waren; und  

7. Die Wechselhandlung, welche hier gröstenteils die Commission beystehet, aber wegen seiner Nebenzweige sehr atraktiv ist: und endlich

die einstädtische Handlung, diese, nemlich der Consumo, ist bei weitem nicht der Größe der Stadt angemeßen, welches daher rüret, weil die Stadt zwar 8.000 Häußer in sich begreift, wovon aber die Hälfte, 4.000 Häuser durch Arme Leute, gens sens fortune, bewohnet werden.

Wenn nun der Paragraph 4 erwehnte Handel mit ausländischen Manufakturen durch die Concurrenz derer jenseits Rhein wohnenden Kaufleute schon sehr beschränkt wird, so dürfen demselben keine neue Feßlen durch Erschwehrung der Ein- und Ausfuhr angelegt werden, vielmehr würde jede fernere Auflage ihn sowie den Handel mit fremden Produkten überhaupt gänzlich zu Grunde richten.

Daß alle Waaren unter der vorigen Regierung gleich beim Eingang 1,7% zalt haben, obschon dieselben gröstenteils wie derum aus der Stadt giengen, ist wohl nur aus dem Beweggrund geschehen, um die Consumtions Auflage in der Stadt zu erleichtern. Ob nun wohl dieser Entzweck dadurch erreicht worden ist, so ist aber auch der Nachteil daraus erwachsen, daß der Transitwarenhandel nie den Schwung hat erreichen können, wie der von allen Abgaben freie Weinhandel erreicht hat.

Cölln, 22. März 1798  

 

Gesuch von Johann Peter Wilhelm Bemberg um Entlassung aus dem Amt eines Handelsvorstehers

Es ist beynahe ein Jahr, seitdem mir der ehrenvolle Beruf ward, ein Mitglied des Handelsvorstandes zu werden; wert ist es und erheiternd, einen Theil seiner Zeit, im Dienst der Nebenmenschen verwenden zu können; unvergesslich werden mir die zehn Monate bleiben, welche ich das Vergnügen gehabt habe, in dem wohltätigen Zirkel einsichtsvoller für das Wohl des Handels unermüdet arbeitender Männer zu verleben.

Aber wie alles Erden-Glück unbeständig ist, so werde auch ich hierauf verzichten müssen. Die große zerstörende Catastrophe (Verlegung der Zollgrenze an den Rhein) welche Cöllns Handel betroffen hat liegt mit Centner Schwerer Last ganz besonders auf meinem bisherigen Geschäft; anderen Handlungszweigen blieben noch einige Zufluchtsmittel übrig, dem meinigen garkeine. mir ist verboten mit Manufakturen zu handlen, welche englischen Ursprungs sind, sowohl als auch mit denen, welche es nicht sind.

erstere habe ich sogar mit großem Schaden aus dem Gebiet der Republik (Frankreich) senden müßen; mir bleibt also nichts übrig, als ein neues Geschäft anzufangen und daß dieses eines Kaufmanns gantze Aufmerksamkeit, Anstrengung und Benutzung auch des kleinsten Theils der Zeit erfodre, dieses brauche ich Ihnen als Sachverständigen wohl nicht erinnerlich zu machen.

Nehmen Sie dazu den außerordentlichen Umstand, daß ich im Fünf und Sechzigsten Jahr meinen Alters. Sie werden es kaum glauben, mit meinem Bruder wegen unserer ehemaligen Sicietätshandlungen biß jetzt noch nicht zur Abrechnung haben gelangen können, und dann bin ich überzeugt Sie werden selbst urtheilen, daß ich in Erwägung meiner Jahre die größte Ursache habe, mit jeder Stunde zu geitzen.

Unser Zirkel hat bereite zwei würdige Mitglieder abtreten müssen; das eine trennte die traurige Nothwendigkeit einen kranken Körper zu pflegen von uns, und das andere Mitglied rief ein höherer Beruf aus unserer Mitte. mir befiehlt ein näherer aber dringender Beruf mich von diesem Tage an ganz meinen Handlungs und Familien Angelegenheiten zu widmen, und die Pflicht dem Nächsten zu dienen muß diesmal der größeren Pflicht der Selbsterhaltung weichen.

Nehmen Sie also meine wertheste Collagen und Freunde hiermit meinen wärmsten und aufrichtigsten Dank für die schätzbare Freundschaft welche Sie mir während unserer Verbindung gegönnet haben - nehmen Sie meinen Dank en für die Nachsicht die Sie mit mir gehabt haben, wenn eine Augenentzündung welche mehr zu als abnimmt mich behinderte die Arbeiten bey Licht mit Ihnen zu theilen - und wenn Sie das Maaß meiner Verbindlichkeiten wollen voll machen, so übernehmen Sie es auch noch, um meine Abdanckung (wenn es erforderlich ist) bey der Munizipalität zu rechtfertigen.  

Peter Johann Willhelm Bemberg bittet den Präsident, ihn von der Teilnahme an den Sitzungen zu entbinden, da seine Sehkraft stark geschwächt sei.


Abbildung 54: Schreiben P.J.W. Bemberg an Präsident des Handelsvorstandes


K V/2 Bemberg, Maria Anna


 

Abbildung 55: Maria Anna Kalckberner geb. Bemberg


Die Familie Kalckberner war seit Jahrhunderten in und um Aachen ansässig. 1611 macht Johann Kalckberner als Bürgermeister in Aachen von sich reden. Er muss als überzeugter Lutheraner nach Jülich flüchten. Sein Sohn Adam muss 1615 ebenfalls verlassen, er legt eine Kupfermühle in der Nähe von Eschweiler an.

Adam Kalckberner, vermutlich sein Sohn, stirbt 1685 als Messingfabrikant in Norrköping/Schweden, wohin Messingfabrikanten aus dem Stolberger und Aachener Raum, um dem Druck der Zünfte zu entgehen, ausgewandert sind.

1585 wird in Stolberg "Kalckberners Mühle" erwähnt.

1616 wird Jacob Kalckberner in Stolberg mit der Wolfsburger Mühle belehnt.

Nach seinem Tode wird am 6.7.1646 im Namen der Leibzüchterin Jacob Kalckberner mit der Mühle belehnt.

K V/3 Bemberg, Johann Friedrich

1790 besaß er in Köln die Häuser Nr. 1.649, 3.172, 3.173, 3.174, 3.175. Haus 1.649 lag am Steinweg; es hatte 1790 einen Wert von 6.000 Reichsthaler. Die Häuser 3.172 bis 3.175 lagen am Eigelsteinwall; sie hatten einen Gesamtwert von 3.700 Reichsthaler.


 

Abbildung 56: Johann Friedrich Bemberg

 


  Abbildung 57: Auszug aus dem Stammbuch des Friedrich Wilhelm Michels, O 1773


Kinder von Friedrich Wilhelm Bemberg (K IV/5) oo  I. Maria Anna Eichholtz

K V/4 Bemberg, Anna Magdalena 

Kinder von Anna Magdalena Bemberg oo Johann Peter Jungé

(Die Aufstellung ist sehr aufschlussreich, da sie die weit gespannten Beziehungen der Familie Bemberg erkennen lässt)

1.

Jungé, Friedrich Wilhelm

** 15.3.1768, Düsseldorf (Luth.)

Paten: Friedrich Wilhelm Bemberg aus Köln, Großvater

Frau Jungé in Breckerfeld, Großmutter

2.

Jungé, Johann Peter

** 27.4.1770, Düsseldorf (Luth.)

Paten: Madame Bemberg, geborene Kramer aus Köln

Johann Christian Jungé, an dessen Stelle H. Vogt

3.

Jungé, Anna Catharina Henriette

** 29.4.1772, Düsseldorf (Luth.)

Zeugen: Frau Catharina Gertrauth Schmiemann, geborene Jungé aus Iserlohn, vertreten durch Frau Vogt

Mademoiselle Anna Catharina Bemberg (spätere Hinzufügung: die spätere Frau Wildenstein), vertreten durch Frau Hoffmann im Helm

Caspar Heinrich Bemberg

Späterer Zusatz:

oo 22.9.1797

Heuss, Johann Georg, Kaufmann in Neustadt a.d.H.

Sohn von Johann Peter Heuss u. Anna Maria Rudolph

4.

Jungé, Johanna Susanne Magdalena

** 17.6.1774, Düsseldorf (Luth.)

Paten: Johanna Magdalena Bemberg, geborene Eichholtz

Susanne Elisabeth Bemberg, geborene Boullé

Johann Peter Wuppermann (1669 – 1779)

(oo Sara Anna Catharina Eichholtz, er war Bruder von Mathias Wuppermann)

Johann Nikolaus Jungé

Späterer Zusatz:

Doppelhochzeit mit Anna Catharina Henriette

oo 22.9.1797

Winkelmann, Johann Christian, Kaufmann Düsseldorf

Sohn von Ernst Christian Winkelmann, Kaufmann in Hannover ∞ Johanna Maria Catharina Jacobi

5.

Jungé, Wilhelmine Elisabeth Luisa

** 25.8.1776, Düsseldorf (Luth.)

Paten: Johann Wilhelm Bemberg, vertreten durch H. Vogt

Frau Maria Elisabeth Eichholtz, vertreten durch Mademoiselle Hoffmann  

Elisabeth Bemberg, geborene Kramer

6.

Jungé, Carl Philipp

** 25.10.1778, Düsseldorf (Luth.)

Paten: Maximilian Philipp Böhm in Stolberg, vertreten durch Friedrich Wilhelm Bemberg  

Cornelius Gisner

(Bem.: Gisner war langjähriger Handlungsgehilfe bei Friedrich Wilhelm Bemberg)

Frau Maria Jungé, vertreten durch Frau Hoffmann im Helm

7.

Jungé, Maria Anna Amalia

** 19.10.1780, Düsseldorf (Luth.)

Paten: Johann Adam Wildenstein in Aachen, "infantus avus" (Großvater des Kindes), an dessen Stelle Herr Bemberg

Frau Witwe Kalckberner, geb. Bemberg in Köln, des Kindes Großmutter, an deren Stelle Mademoiselle Bemberg

Frau Storr, geborene Eichholtz in Linnich, an deren Stelle Mademoiselle Hoffmann im Helm

8.

Jungé, Johann Georg

** 30.8.1782, Düsseldorf (Luth.)

Taufzeugen: Caspar Heinrich Bemberg, vertreten durch Dr. Hardt

Christopf Hampp aus Norwich, England

Madame Hoffmann im Helm, geborene Schlössers


K V/5 Bemberg, Peter (der Ältere) 

Abbildung 58: Wohnhaus von Peter Bemberg (Zustand um 1922)


Das Wohnhaus von Peter Bemberg in Köln beherbergte 1925 eine Steuerbehörde. Es wurde bei der Zerstörung Kölns im Krieg zerstört. Das Haus hatte die Nr. 4720, in der Nähe des Stammhauses der Kölnisch Wasserfirma "4711", deren Firmenname aus der Hausnummer abgeleitet ist.

Peter Bemberg übernahm die Textilgroßhandlung von seinem Vater. Da er vor allem englische Waren und Tuche importierte, wurde rein Geschäft durch die von Napoleon I. verhängte Kontinentalsperre besonders schwer betroffen. Die Vorräte an diesen Importwaren wurden beschlagnahmt und auf dem Neumarkt verbrannt. Hierdurch wurde er gezwungen, sich auf neue Fertigungen und Warengattungen umzustellen.

Dem Zug der Zeit folgend, richtete er sein Geschäft auf die um 1800 in Mode gekommenen Baumwollwaren um. Zusammen mit mehreren Familienangehörigen gründete er die Baumwollspinnerei und -weberei Friedr. Wilh. Bemberg & Co., die als Firma schon vorher bestand hatte, aber noch keine eigene Fertigung besaß ( s. auch S. * ff.)

In den neu gegründeten Handelsvorstand (die spätere Handelskammer) wurde er als Handelsrichter gewählt, der die Aufgabe hatte, Streitigkeiten in der Kaufmannschaft durch Schlichtungsverfahren beizulegen. Dieses Amt musste er, als die geschäftliche Umstellung notwendig wurde, abgeben.

Im Jahre 1808, 6 Jahre vor seinem Tode. machte sich eine zunehmende Lähmung bemerkbar, die ihn in den letzten Lebensjahren vollständig bewegungsunfähig machte. Als die Krankheit ausbrach, schrieb er 1808 - er starb 1814 - einen Abschiedsbrief en seine Frau, der erst nach seinem Tode geöffnet werden sollte:

"... da ich noch die Feder führen kann, was vielleicht später nicht mehr möglicht sein möchte, ... Unsere Kinder sind alle großjährig und versorgt. Wenn diese wollen arbeiten und sparsam sein, so werden sie schon durchkommen. Leider ist es meine Schuld nicht, wie mir bezeugt werden kann, wenn ich selbigen nicht mehr Vermögen hinterlassen kann. Der unerhörte, grausame Krieg hat die Handlungsgeschäfte vernichtet und jedem edel denkenden Kaufmann den Muth benommen zu Unternehmungen, durch die so oft erneuten Lasten und Hindernisse. Dies wer auch mein Fall, und die Hauptquelle meiner schwachen Gesundheit ...

Du hast keine Ursache, Dir Sorgen zu machen. Für Dein reichliches Auskommen ist gesorgt in der Erwartung, daß Du den besten Gebrauch davon machen wirst ..."

Die Erwartung, daß seine Frau ihn überleben würde, erfüllte sich nicht, sie starb 11 Wochen vor ihn.

In der Anzeige über seinen Tod , die seine Kinder drucken ließen. steht u.a.

"... Schon seit fünf Jahren und acht Monaten war dieser unser theuerer Vater gänzlich gelähmt und außer Stande, seinem Körper die geringste Bewegung zu geben, an das Lager der Schmerzen gefesselt. Eine beispiellose Geduld, eine gänzliche Hingebung in den Willen des Ewigen, bei ungeschwächter Geisteskraft, zeichneten ihn in diesen letzten Jahren so sehr aus , als in seinen früheren die unermüdliche Thätigkeit in seinem Berufe ..."  

In einem Stammbuch der Familie Boullé findet sich eine handschriftliche Eintragung von Susanne Elisabeth Bemberg, geborene Boullé, aus dem Jahre 1793:


Abbildung 59: Eintragung aus einem Stammbuch der Familie Boullé


Exkurs: Ahnen von Susanne Elisabeth Boullé


K V/6 Bemberg, Caspar Heinrich

K V/6a Bemberg, Maria Magdalena

Kinder von Friedrich Wilhelm Bemberg (K IV/5) oo  II. Margaretha Elisabeth Kramer

K V/7 Bemberg, Anna Catharina

Kinder von Peter Johann Wilhelm Bemberg (K V/1) oo Catharina Elisabeth Antoinetta Michels

K VI/1 Bemberg, Johanna Magdalena Catharina

Kinder von Peter Bemberg (K V/5) oo Susanne Boullé

K VI/2 Bemberg, Catharina Margarete  

K VI/3 Bemberg, Johanna Magdalena Henriette  

K VI/4 Bemberg, Maria Anna  

K VI/5 Bemberg, Friedrich Wilhelm  

K VI/6 Bemberg, Peter


Abbildung 62: "Herr Cornelis Giesner, Handlungsgehilfe bey Herr Friedrich Wilhelm Bemberg, wo er sein 50tes Dienstjahr gefeyert, war Pate von seinem Enkelsohn Peter Bemberg der als Knabe vor ihm steht und beschenkt wird.


Peter Bemberg (K VI/6)


Abbildung 63: Schreiben des Präsidenten des Gewerbegerichts 

der Stadt Köln an die Mitglieder der Handelskammer


Übersetzung:

Meine Herren,

In Beantwortung Ihres Briefes vom 29. Juni d.J. habe ich dies Ehre, Sie davon zu unterrichten, dass sich Herr Peter Bemberg, Baumwollfabrikant in dieser Stadt, Teilhaber des Hauses Friedrich Wilh. Bemberg & Co, gegenwärtig in Aachen aufhält und nach den Auskünften, die ich erhalten habe, seinen Aufenthalt dort nimmt bis zum ersten August, der Verteilung des Förderpreises, gestiftet von seiner Majestät dem Kaiser, zur Förderung von Handwerk und Industrie m Departement Roer.

Da dieser Fabrikant in sich die Kenntnisse vereinigt, um die Tätigkeit eines Richters auszuüben, scheint es uns angebracht, ihn zu dieser Tätigkeit vorzuschlagen und von seinem Aufenthalt dort gebrauch zu machen, zumal damit keine weiteren Kosten verbunden sind.  

Durch die Wirren der Franzosenzeit und die Kontinentalsperre war die Fa. Friedrich Wilh. Bemberg & Co. Stark in Mitleidenschaft gezogen worden, wodurch sie ihre wirtschaftlich starke Stellung einbüßte. Ihr jetziger Inhaber, Peter Bemberg (K VI/6) bemühte sich zwar, sie wieder aufzubauen; sein kurzes Leben lässt aber darauf schließen, dass er nicht mit der eisernen Gesundheit ausgestattet war, die die Bembergs sonst auszeichnete. Überdies nahm er, wie seine Vorfahren, zusätzliche Aufgaben im Rahmen der neu gegründeten Handelskammer, die seine Kräfte ebenfalls in Anspruch nahmen. Schon 1813 wurde er zu diesen Aufgaben herangezogen, wie aus dem Schreiben des Präsidenten des Gewerbegerichts an die Mitglieder der Handelskammer hervorgeht.

Das Geschäft wurde, da alle Handelsschranken gefallen waren und da für ein en gros-Geschäft keine Mittel zur  Verfügung standen, in der Hauptsache als Detailgeschäft weitergeführt, dessen Leitung er vorwiegend der bei ihm tätigen Maria Theresia Drügg, Tochter eines Weinhändlers aus Gemünd/Eifel, überließ.

Er heiratete sie 1823, im Alter von 44 Jahren.

Ihr ist es zu danken, dass das Geschäft wieder zu Ansehen kam und dass die Verluste aus den Kriegsjahren wieder ausgeglichen werden konnten. Es ist deshalb gerechtfertigt, auf sie besonders einzugehen.

Familienmitglieder, die sie noch als alte repräsentative Frau gekannt haben, berichten dass das auffallend schöne und gewandte, liebenswürdige Mädchen bald die Sympathie der Kundinnen gewann, dass man Wert darauf legte, nur von ihr bedient zu werden und dass man gerne ihren Rat in Geschmacksfragen einholte.

Nach nur kurzer Ehe - das 3. Kind, der Sohn Otto, wurde erst nach dem Tode des Vaters geboren – betrieb sie das Geschäft mit ungebrochener Tatkraft weiter. Sie nahm ihren 2. Ehemann, den wohlhabenden Kaufmann Hans Wendelstadt, in die Firma mit auf, die nun als "Bemberg-Wendelstadt" firmierte.


Abbildung 64: Anzeige Bemberg-Wendelstadt


Von denen, die sie persönlich gekannt haben, wird sie als geistreich, lebhaften Geistes und von liebenswürdigem Wesen, auch im Alter, beschrieben. Sie konnte aber, wenn es ihr notwendig zu sein schien, auch sehr deutlich werden und tatkräftig handeln, wobei sie sich durch die Meinung ihrer Umgebung kaum beeinflussen ließ. Als 1870 auf dem Vatikanischen Konzil das Dogma der Unfehlbarkeit des Papstes verkündet wurde, trat sie, trotz ihrer katholischen Erziehung, aus Protest zum Altkatholizismus über.


Abbildung 65: Skizze Lage Wohn- und Geschäftshäuser Familie Bemberg in Köln


Das von ihr geführte Geschäft blühte dank ihrer Tatkraft und auch dank der günstigen Lage in der sich zur Kölner Hauptgeschäftsstraße entwickelnden Hohestraße so auf, dass sie für sich und für ihre Familie ein Ferienhaus in schweizer Stil, "der Vendel" genannt, in Brühl bei Köln bauen lassen konnte, in dem sie Maler, Schriftsteller und Komponisten um sich versammelte, denen sie das Haus auch als Refugium und als Arbeitsstätte zur Verfügung stellte. Der Komponist Marschner hat dort seine Oper "Hans Heiling" komponiert; von dem Maler Aschenbach, der oft dort zu Gast war, stammen Aquarelle (seit 1945 verschollen), die das Haus und die Umgegend zum Gegenstand hatten.  


Abbildung 66: Der Vendel (Aquarell von Aschenbach)


1853 erwarb sie das Rittergut Niederfalkenhayn in Schlesien, in dem sie in großem Stil Haus hielt. Irgendwelche Familienmitglieder waren stets bei ihr zu Gast. Darüber hinaus war sie der Mittelpunkt eines Kreises von Gutsbesitzern, die sich gerne bei ihr versammelten. Ihr lebhafter Geist und ihr Interesse an allen Tagesfragen waren das Band, das die Besucher immer wieder nach Falkenhayn zog. Aber auch den Bewohnern des Ortes galt ihre Anteilnahme. Als sie gestorben war, brachte dies der Pfarrer des Ortes mit seiner Gedenkrede zum Ausdruck:  

"Sie war nicht nur die Mutter ihrer Kinder und Kindeskinder, sie war die Mutter des ganzen Dorfes."  

Ihr zum Gedenken stifteten ihre Kinder ein Altenheim in Falkenhayn, für die damalige Zeit ein außergewöhnliches Ereignis.

Das Geschäft in der Brückenstraße 1-3 hat etwa bis 1914 unter dem Namen Bemberg bestanden. Es wurde von den Nachkommen Wendelstadt aus der 2. Ehe weitergeführt.


Exkurs: Ahnentafel von Maria Theresia Drügg


K VI/7 Bemberg, Johann Georg

Kinder von Friedrich Wilhelm Bemberg (K VI/5) oo Luise Catharina (Friederike) Leconte (Le Comte)

K VII/1 Bemberg, Maria Anna Friederike  

K VII/2 Bemberg, Elise Leopoldine

K VII/3 Bemberg, Friedrich Wilhelm  

K VII/4 Bemberg, Peter Ludwig

K VII/5 Bemberg, Karl Leopold (= S VII/1)

Kinder von Peter Bemberg (K VI/6) oo Maria Theresia Drügg

K VII/6 Bemberg, Emma Katharina  


            

Abbildung 68/69: Emma Katharina Fay, geborene Bemberg


In wohlhabendem Elternhaus aufgewachsen, war sie vor allem auf gesellschaftlichen Verkehr eingestellt. Wie es sich aus der Stellung ihres Mannes ergab, führte sie ein großes Haus, in dem neben Malern auch Musiker verkehrten. Sie war als echte Kölnerin für manchen Spaß zu haben und ihre besondere Begabung lag darin, in gemütlichem kölner Tonfall "Kölner Krätzcher" (kölnische Witze) zu erzählen. Ihrem Mann brachte sie ein beträchtliches Vermögen mit in die Ehe.

 

K VII/7 Bemberg, Maria Magdalena  

K VII/8 Bemberg, Otto Peter Friedrich (= F VII/1)

Kinder von Johann Georg Bemberg (K VI/7) oo Anna Katharina Kneutzgen

K VII/9 Bemberg, Anna Maria  

K VII/10 Bemberg, Henriette  

K VII/11 Bemberg, Katharina Margareta

Kinder von Friedrich Wilhelm Bemberg (K VII/3) oo Henriette Caroline Greller

K VIII/1 Bemberg, Friedrich Carl Franz

K VIII/2 Bemberg, Friedrich Carl Franz

K VIII/3 Bemberg, Louise Friederike Anna