Der Name "in der Ovelgünne" weist auf den Hof hin, auf dem Friedrich, sein Sohn Engel und dessen Sohn Steffen gelebt haben. Er war ein kleines Gut, etwa 15 Min. von Groß-Bemberg entfernt, in der ehemaligen Ober-Klinkhauser Mark.


Abbildung 5: Die Ovelgünne - Zustand um 1935


C 1 von der Ovelgünne, Friedrich

  in Urkunden erwähnt (8.11.1508, 8.12.1511) bei der Kirche "Unserer lieben Frauen" in Langenberg. Er stiftete 1508 hundert gute goldene rheinische Gulden zu einem Altar und einer dazu gehörigen Vikarei "unserer lieben Frauen" in der Pfarrkirche von Langenberg. Er stiftete mit anderen 1518 einer ehrlichen Bruderschaft "zur heiligen Anna" zu ewigen Zeiten eine singende Messe, des Dienstags auf "Unserer lieben Frauen" Altar zu feiern.
 

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  ..., Gertrud

 

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B 1 von der Ovelgünne, Engel

  war 1546 nach dem Hofbuch ein recht vermögender Mann, wie überhaupt die von der Ovelgünne zu den reichen Familien der Gegend gehört haben müssen.
 

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A 1 von der Ovelgünne, Steffen

  nannte sich nach der Heirat mit der Erbtochter Catharina vom Groß-Bemberg - Steffen von der Ovelgünne, gen. Bemberg, Gutsbesitzer Groß-Bemberg.
 

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um 1560

 
 

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1629

 
  

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1590

 
 

A 2 Bemberg, Catharina, Erbtochter des Großbemberg

 

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um1569

Hattingen

 

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11.11.1626

Hattingen

 

Quellen: 1. Schragmüller, (A1)

2. Ed. Schulte, Velbert, Brief

3. Ludwig Bender. (B1)

Über die von der Ovelgünne berichtete Bender ausführlicher:

Für den Priester "Unsrer lieben Frauen" zu Langenberg wurde eine erbliche Vicarie gestiftet. "Durch Act des Richters zum Hardenberg Gehrad Berchen und des Scheffen Tilmann auf dem Timersberg wurde das Testament bestätigt und nach dem Rat des ehrsamen Friedrich von der Ovelgunnen, Kordt an der Hege .. näher bestimmt, dass .. Ricke, so lange sie lebe, in dem cer Vicarie geschenkten Hause Aufenthalt und Ruhestatt ... haben solle.
Damit nun der Priester Unsrer lieben Frauen das Gut auf dem Stucke frei, ledig und los genießen möchte, abgesehen von der an den Pastor zu entrichtenden Grundpacht, ... sahen sich Israel von der Horst, Priester, Friedrich von der Ovelgunnen ... nach guten Leuten um, die ihnen zu diesem Zweck behilflich sein möchten. . . "

Eine andere fromme Stiftung trat 8 Jahre Später zu Langenberg in Leben: eine Bruderschaft zur heiligen Anna. Der Pastor Johann Schryver genehmigte dieselbe für sich und seine Nachfolger in einer von ihm im Jahre unseres Herrn 1518 am Tage der hl. Märtyrer Vitus und Modesta (15. Juni) ausgefertigten Urkunde.

Feierlich beginnt sie: "Im Namen der hl. Dreifaltigkeit, der hl. Mutter Sanct Annen selbst dritte ihres Geschlechts und allem himmlischen Heer zu Ehren, allen christgläubigen Seelen zum Trost, uns und allen Christen zur Seligkeit wissig und kundig allen gegenwärtigen und kommenden Christenmenschen, die diesen Brief sehen, lesen oder hören lesen, dass ich Joh. Schryver bekenne aus göttlicher Liebe und Mildigkeit, um die Ehre und das Lob Marien und Sankt Annen und ihres Geschlechts nach menschlicher Gebrechlichkeit zu vermehren und zu fördern ...". Der Priester und die Vormünder des Altars "Unser lieben Frauen" ... u. a. Friedrich von der Ovelgunnen... hatten den Pastor freundliche gebeten, in seinem und seiner Nachfolger Namen ihnen und ihren Nachfolgern zu erlauben, eine ehrliche löbliche Bruderschaft zu ewigen Zeiten zu stiften, und eine singende Messe des Dienstags auf "Unsrer lieben Frauen" Altar zu feiern. ... Es folgen die genauen Bestimmungen für die verschiedenen Gedenkgottesdienste. "Als Zeugen dieses Actes waren zugegen Herr Werner Huser, Vicecurat der Kirche vom Hofe Hüsers bei Bonsfeld, ... Engel in der Ovelgunnen, ..."

Es ist auffallend (schreibt Bender), dass diese frommen Stiftungen zunächst nicht von Langenberg ausgingen, den jener Friedrich von der Ovelgunnen war der Besitzer des in der märkischen Bauernschaft Oberbonsfeld gelegenen Hofes Ovelgunne. Auch die anderen Unterzeichner stammen nicht aus Langenberg.